AGB

für Vertragsverhältnisse zwischen der Glashaus 3D GmbH, Igelstraße 17, 04329 Leipzig, E-Mail: service@glashaus3d.de (nachfolgend „Auftragnehmer”) und ihren Kunden (nachfolgend „Auftraggeber” oder „Kunde”) – sowohl für den Online-Shop unter glashaus3d.de als auch für individuelle Aufträge (Sofort-Angebot, Anwendungsberatung, Sonderanfertigungen).

1. Allgemeines

1.1 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für Verträge, die zwischen dem Auftraggeber und dem Auftragnehmer unter Einbeziehung dieser AGB geschlossen werden – gleich, ob über den Online-Shop, das Sofort-Angebot-Tool, die Anwendungsberatung oder eine sonstige individuelle Anfrage.

1.2 Soweit neben diesen AGB weitere Vertragsdokumente oder andere Geschäftsbedingungen in Text- oder Schriftform Vertragsbestandteil geworden sind, gehen die Regelungen dieser weiteren Vertragsdokumente im Widerspruchsfalle den vorliegenden AGB vor.

1.3 Von diesen Geschäftsbedingungen abweichende AGB, die durch den Auftraggeber verwendet werden, erkennt der Auftragnehmer – vorbehaltlich einer ausdrücklichen Zustimmung – nicht an.

2. Vertragsgegenstand und Leistungsumfang

2.1 Der Auftragnehmer erbringt je nach Auftrag folgende Leistungen: 3D-Scanning, 3D-Design/Modellierung und 3D-Druck von Architekturmodellen, Industrie-Prototypen und individuellen Sonderanfertigungen (z. B. personalisierte Lithophanien) sowie den Verkauf der daraus resultierenden bzw. vorgefertigten Produkte über den Online-Shop.

2.2 Der spezifische Leistungsumfang ist Gegenstand der jeweiligen Produktbeschreibung im Online-Shop bzw. der Individualvereinbarung zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber (z. B. im Rahmen von Sofort-Angebot oder Anwendungsberatung).

2.3 Bei Werk- und Sonderanfertigungen werden Fertigstellungstermin und Modalitäten der Zurverfügungstellung individualvertraglich geregelt. Der Auftragnehmer hat zum vereinbarten Termin die in Auftrag gegebene Leistung mangelfrei zu erbringen. Ist eine termingerechte Herstellung nicht möglich, teilt der Auftragnehmer dem Auftraggeber die Gründe der Verzögerung unverzüglich mit.

2.4 Der Auftragnehmer ist berechtigt, zur Vertragserfüllung weitere Erfüllungsgehilfen hinzuzuziehen, für deren Leistungen er wie für eigene einzustehen hat.

2.5 Werden im Rahmen eines Auftrags individuell angefertigte Werke hergestellt, handelt es sich insoweit um einen Werkvertrag, sodass die §§ 631 ff. BGB ergänzend gelten. Für den Verkauf vorgefertigter Waren über den Online-Shop gelten ergänzend die Vorschriften des Kaufrechts (§§ 433 ff. BGB).

3. Vertragsschluss

3.1 Die Darstellung der Produkte und Leistungen im Online-Shop stellt kein rechtlich bindendes Angebot dar, sondern eine unverbindliche Aufforderung an den Kunden, ein Angebot abzugeben.

3.2 Bestellung über den Online-Shop: Legt der Kunde ein Produkt in den Warenkorb und schließt den Bestellvorgang über den Button „Kostenpflichtig bestellen” (oder eine gleichlautende Bezeichnung) ab, gibt er ein verbindliches Angebot zum Vertragsschluss ab. Der Kunde erhält unmittelbar danach eine automatische Bestellbestätigung per E-Mail, die lediglich den Eingang der Bestellung bestätigt und noch keine Annahme darstellt. Der Vertrag kommt erst zustande, wenn der Auftragnehmer die Annahme gesondert per E-Mail erklärt (Auftragsbestätigung) oder die bestellte Ware versendet.

3.3 Bestellung über Sofort-Angebot, Anwendungsberatung oder individuelle Anfragen: Bei Anfragen über diese Kanäle übermittelt der Kunde zunächst eine unverbindliche Anfrage. Der Auftragnehmer prüft die Anfrage und übersendet dem Kunden per E-Mail ein Angebot bzw. eine Auftragsbestätigung mit den Einzelheiten zu Leistung, Preis, Ausführungszeit und Zahlungsbedingungen. Der Vertrag kommt erst zustande, wenn der Kunde dieses Angebot ausdrücklich annimmt oder der Auftragnehmer die Ausführung gesondert bestätigt.

3.4 Der Vertragstext wird vom Auftragnehmer gespeichert und dem Kunden auf Anfrage zugänglich gemacht.

4. Mitwirkungspflichten des Auftraggebers

Es obliegt dem Auftraggeber, die von ihm zum Zwecke der Leistungserfüllung zur Verfügung zu stellenden Informationen, Daten und sonstigen Inhalte (z. B. 3D-Modelle, Bilder, Vorlagen) vollständig und korrekt mitzuteilen. Für Verzögerungen bei der Leistungserbringung, die durch eine verspätete oder fehlerhafte Mitwirkung des Kunden entstehen, ist der Auftragnehmer nicht verantwortlich. Bei individuellen Anfertigungen ist der Kunde zudem verpflichtet, bereitgestellte Vorlagen, Bilder oder Daten nur so zu übermitteln, dass er zu deren Nutzung berechtigt ist; er stellt den Auftragnehmer von Ansprüchen Dritter frei, die aus einer Verletzung dieser Pflicht resultieren.

5. Preise, Zahlung und Vergütung

5.1 Es gelten die zum Zeitpunkt der Bestellung im Online-Shop bzw. im individuellen Angebot angegebenen Preise. Alle Preise verstehen sich, soweit nicht anders angegeben, als Endpreise inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer, zuzüglich anfallender Versandkosten, die vor Abschluss der Bestellung gesondert ausgewiesen werden.

5.2 Als Zahlungsmethoden bietet der Auftragnehmer die im Bestellvorgang bzw. im individuellen Angebot jeweils angezeigten Verfahren an (z. B. Vorkasse, PayPal, Kreditkarte). Bei individuellen Anfertigungen und größeren Aufträgen kann eine Anzahlung vor Produktionsbeginn sowie die Restzahlung vor oder bei Lieferung verlangt werden.

5.3 Bei Werkleistungen ohne abweichende Vereinbarung wird die Vergütung nach Abnahme des Werks fällig und ist innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungseingang zu zahlen. Bei Bestellungen im Online-Shop ist der Kaufpreis, sofern nichts anderes vereinbart ist, sofort mit Vertragsschluss fällig.

6. Lieferung, Versand und Abnahme

6.1 Die Lieferung von Waren erfolgt an die vom Kunden angegebene Lieferadresse innerhalb der im Angebot bzw. auf der Produktseite genannten Frist. Ist keine Frist angegeben, beträgt sie bis zu 14 Werktage ab Vertragsschluss bzw. ab vollständigem Zahlungseingang bei vereinbarter Vorkasse. Bei individuellen Anfertigungen beginnt die Produktion regelmäßig erst nach Freigabe eines Entwurfs/Proofs bzw. nach Zahlungseingang der vereinbarten Anzahlung; die Frist verlängert sich entsprechend.

6.2 Bei reinen Werkleistungen ohne Warenversand wird der Auftragnehmer nach Fertigstellung des Werks den Auftraggeber zur Abnahme auffordern. Der Auftraggeber prüft, ob das Werk vertragsgemäß und frei von wesentlichen Mängeln ist; beide Seiten dokumentieren die Abnahme in geeigneter Form (z. B. per E-Mail).

7. Eigentumsvorbehalt

Die gelieferte Ware bzw. das hergestellte Werk bleibt bis zur vollständigen Bezahlung der Vergütung im Eigentum des Auftragnehmers.

8. Individuelle Anfertigungen und Widerrufsrecht

Ein Teil der angebotenen Produkte und Leistungen (u. a. personalisierte Lithophanien, individuell konfigurierte 3D-Drucke, Architektur- und Präsentationsmodelle nach Kundenvorgabe) wird nicht vorgefertigt, sondern eigens nach Kundenvorgabe hergestellt. Für solche Waren besteht nach § 312g Abs. 2 Nr. 1 BGB kein gesetzliches Widerrufsrecht für Verbraucher. Die im Übrigen für Verbraucher geltenden Widerrufsregelungen ergeben sich aus der gesondert bereitgestellten Widerrufsbelehrung.

9. Gewährleistung

Es gilt das gesetzliche Mängelgewährleistungsrecht. Geringfügige, produktionsbedingte Abweichungen (z. B. Maßtoleranzen, leichte Schichtstrukturen oder Farbnuancen, die im 3D-Druckverfahren technisch bedingt sind) stellen keinen Mangel dar, soweit sie die Funktionsfähigkeit und übliche Verwendbarkeit der Ware nicht beeinträchtigen.

10. Haftung

10.1 Der Auftragnehmer haftet aus jedem Rechtsgrund uneingeschränkt bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit, bei vorsätzlicher oder fahrlässiger Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, aufgrund eines Garantieversprechens sowie aufgrund zwingender Haftung (z. B. nach dem Produkthaftungsgesetz). Verletzt der Auftragnehmer fahrlässig eine wesentliche Vertragspflicht, ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt, sofern nicht nach vorstehendem Satz unbeschränkt gehaftet wird. Wesentliche Vertragspflichten sind Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. Im Übrigen ist eine Haftung des Auftragnehmers ausgeschlossen. Diese Haftungsregelungen gelten auch für Erfüllungsgehilfen und gesetzliche Vertreter des Auftragnehmers.

10.2 Der Auftraggeber stellt den Auftragnehmer von Ansprüchen Dritter frei, die gegen den Auftragnehmer aufgrund von Verstößen des Kunden gegen diese Vertragsbedingungen oder geltendes Recht geltend gemacht werden.

11. Datenschutz und Verschwiegenheit

Der Auftragnehmer behandelt alle ihm im Zusammenhang mit dem Auftrag zur Kenntnis gelangenden Vorgänge streng vertraulich und verpflichtet hierzu auch Angestellte und Dritte, die Zugang zu den vertragsgegenständlichen Informationen haben; diese Verpflichtung gilt zeitlich unbegrenzt über die Vertragsdauer hinaus. Der Auftragnehmer verpflichtet sich, bei der Durchführung des Auftrags sämtliche datenschutzrechtlichen Vorschriften – insbesondere die Datenschutz-Grundverordnung und das Bundesdatenschutzgesetz – einzuhalten. Näheres regelt die Datenschutzerklärung.

12. Streitbeilegung

Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS) bereit, die unter https://ec.europa.eu/consumers/odr/ aufrufbar ist. Unsere E-Mail-Adresse finden Sie im Impressum. Der Auftragnehmer ist nicht bereit oder verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.

13. Schlussbestimmungen

13.1 Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Ist der Kunde Verbraucher und hat er seinen gewöhnlichen Aufenthalt in einem anderen EU-Mitgliedstaat, bleiben zwingende verbraucherschützende Vorschriften dieses Staates hiervon unberührt.

13.2 Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen hiervon unberührt.

13.3 Ist der Auftraggeber Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen oder hat er keinen allgemeinen Gerichtsstand in Deutschland, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag der Geschäftssitz des Auftragnehmers in Leipzig.

13.4 Der Auftragnehmer ist berechtigt, diese AGB aus sachlich gerechtfertigten Gründen (z. B. Änderungen der Rechtsprechung, Gesetzeslage oder Geschäftsstrategie) mit angemessener Frist zu ändern. Bestandskunden werden hierüber spätestens zwei Wochen vor Inkrafttreten der Änderung per E-Mail benachrichtigt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb der gesetzten Frist, gilt seine Zustimmung als erteilt; widerspricht er, treten die Änderungen nicht in Kraft und der Auftragnehmer ist berechtigt, den Vertrag zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung außerordentlich zu kündigen.

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